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Budget & Finanzierungsplan für Projektförderung

Bei Projektförderung entscheidet der Finanzierungsplan oft mit über die Zusage — nicht nur die Summe, sondern ob sie nachvollziehbar ist. So baust du einen auf, der trägt.

Warum der Finanzierungsplan mehr ist als eine Zahl

Ein Förderantrag ohne belastbaren Finanzierungsplan wirkt unfertig, selbst wenn das Projekt selbst überzeugt. Jurys prüfen nicht nur, ob die Summe angemessen erscheint, sondern ob die einzelnen Posten zum beschriebenen Vorhaben passen — ein Finanzierungsplan ist damit auch ein Beweis dafür, dass das Projekt zu Ende gedacht ist.

Aufbau: Ausgaben

Aufbau: Einnahmen

Ausgaben und Einnahmen sollten sich am Ende decken — eine Förderung deckt selten 100 % eines Projekts, und ein Plan, der das unterstellt, wirkt für viele Jurys unrealistisch.

Honorar-Untergrenzen: worauf sich beziehen?

Für Ausstellungshonorare, Werkverträge und vergleichbare künstlerische Leistungen veröffentlichen Berufsverbände (etwa der BBK) regelmäßig Honorarempfehlungen. Konkrete Beträge ändern sich mit der Zeit — dieser Ratgeber nennt bewusst keine fixen Eurosummen, die schnell veraltet wären. Vor dem Aufstellen des Finanzierungsplans lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Empfehlungen des jeweiligen Berufsverbands der eigenen Sparte.

Der Eigenanteil: wie viel ist üblich?

Es gibt keine feste Regel — manche Förderprogramme schreiben einen Mindest-Eigenanteil explizit vor, andere erwarten ihn nur implizit als Qualitätssignal. Ein realistischer, auch kleiner Eigenanteil (eigene Arbeitszeit über das Honorar hinaus, eigenes Material, unentgeltliche Mitarbeit Dritter) wird meist positiver bewertet als ein Plan, der zu 100 % auf externe Förderung setzt.

Die häufigsten Fehler

Häufig gestellte Fragen

Muss der Finanzierungsplan bei der Antragstellung schon vollständig geschlossen sein?

Nicht immer zwingend, aber realistisch — offene Posten (z. B. „weitere Förderung beantragt, Entscheidung ausstehend") sollten klar als solche gekennzeichnet sein, statt so zu tun, als stünde die Finanzierung schon fest.

Was, wenn ich die tatsächlichen Kosten vorab schwer einschätzen kann?

Eine begründete Schätzung mit realistischer Bandbreite ist besser als eine erfundene Punktzahl — bei Unsicherheit hilft ein Blick auf vergleichbare, bereits realisierte Projekte.

Zählt unbezahlte Mitarbeit von Kolleg:innen als Eigenanteil?

Häufig ja, als „Sachleistung" ausgewiesen — das sollte transparent gekennzeichnet sein, nicht in eine reguläre Kostenposition verrechnet werden.

Was passiert, wenn am Ende weniger Geld gebraucht wird als beantragt?

Das regelt meist der Verwendungsnachweis am Projektende — nicht verbrauchte Mittel müssen in der Regel zurückgezahlt oder gesondert begründet werden. Details stehen im Förderbescheid.

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Geschrieben von Jan Pleitner, bildender Künstler (janpleitner.de) — mit eigener, langjähriger Bewerbungspraxis für Stipendien und Residencies. Mehr zur Arbeitsweise: Redaktion & Methodik.

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