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Versicherung für Künstler:innen

Atelier, Auftragsarbeiten, Residency im Ausland: Wo Künstler:innen wirklich Absicherung brauchen – und wo nicht. Ehrlich sortiert, ohne Versicherungs-Panik.

Keine Rechts- oder Versicherungsberatung – dieser Überblick hilft, die richtigen Fragen zu stellen.

Was wirklich relevant ist

Was meist überflüssig ist

Teure Spezial-Policen für Einzelrisiken, die deine Privathaftpflicht oder die Institution schon abdeckt. Erst prüfen, was Residency/Veranstalter stellen – dann versichern, was übrig bleibt. Eine doppelte Absicherung für dasselbe Risiko kostet nur, ohne zusätzlichen Nutzen zu bringen.

Transportversicherung für Werke

Ein häufig übersehener Punkt: Der Transport von Werken zu einer Ausstellung oder Residency ist selten automatisch versichert — weder über die private Haftpflicht noch zwangsläufig über die veranstaltende Institution. Bei wertvollen oder empfindlichen Arbeiten lohnt sich eine gezielte Nachfrage, wer im Schadensfall haftet, bevor das Werk das Atelier verlässt.

Künstlersozialkasse und Versicherung

Wer über die Künstlersozialkasse (KSK) kranken- und rentenversichert ist, hat damit bereits die wichtigste soziale Absicherung geregelt — die KSK ersetzt aber keine Berufshaftpflicht oder Atelierversicherung, das sind getrennte Themen. Details zur KSK selbst, wer antragsberechtigt ist und welche Fristen gelten, im eigenen Ratgeber dazu.

Vor der Residency: die 3-Punkte-Prüfung

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich als Künstler:in überhaupt eine Berufshaftpflicht, wenn ich privat haftpflichtversichert bin?

Die private Haftpflicht deckt in der Regel keine Schäden aus beruflicher Tätigkeit ab — das ist genau die Lücke, die eine Berufshaftpflicht schließt. Ob sie nötig ist, hängt von der eigenen Praxis ab (Ausstellungsaufbau, fremde Räume, Auftragsarbeiten).

Zahlt die Institution die Versicherung, oder muss ich das selbst regeln?

Unterschiedlich — manche Residencies und Institutionen stellen eine Grundabsicherung, andere verlangen einen eigenen Nachweis. Das steht selten explizit in der Ausschreibung, eine Nachfrage vor Antritt lohnt sich.

Ist eine Ausstellungsversicherung für kurze Gruppenausstellungen sinnvoll?

Bei geringem Werkwert oft verzichtbar, bei höherwertigen Arbeiten oder Leihgaben empfehlenswert — hier zählt der reale Wert der gezeigten Werke, nicht die Dauer der Ausstellung.

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Geschrieben von Jan Pleitner, bildender Künstler (janpleitner.de) — mit eigener, langjähriger Bewerbungspraxis für Stipendien und Residencies. Mehr zur Arbeitsweise: Redaktion & Methodik.

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